Zum voraussichtlich letzten Mal wird der Filmjournalist Christian Keßler sein Buch "Die läufige Leinwand" präsentieren. Wie immer hat er einen bunten Strauß von Filmausschnitten dabei, die die Bandbreite des amerikanischen Hardcore-Kinos der 70er Jahre andeuten sollen. Enthalten sein werden die fliegenden Ficker, liebeswütige Roboter, rasende Piraten, als Hasen verkleidete Männer,...
[read more]
Zum voraussichtlich letzten Mal wird der Filmjournalist Christian Keßler sein Buch "Die läufige Leinwand" präsentieren. Wie immer hat er einen bunten Strauß von Filmausschnitten dabei, die die Bandbreite des amerikanischen Hardcore-Kinos der 70er Jahre andeuten sollen. Enthalten sein werden die fliegenden Ficker, liebeswütige Roboter, rasende Piraten, als Hasen verkleidete Männer, laszive Riesinnen und Nazis. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Pornfilmfestivals Berlin statt und wird vermutlich um die 2 Stunden dauern. Später am Tag kommt noch ein ausgesuchtes Anschauungsexemplar in voller Pracht zur Aufführung!
Über das Buch:
...Die Abbildung von Sex auf Zelluloid ist fast so alt wie das Medium selbst. Stets begleitet von heftigen Kontroversen und zensoriellen Eingriffen, haben sich Filmemacher seit über einem Jahrhundert immer wieder mit der kommerziellen Verwertung geschlechtlichen Miteinanders befaßt. Neben unvorstellbarem Ramsch entstanden so auch zahlreiche interessante Produkte, die Zeugnis ablegen... von der Faszination mit dem filmgewordenen Sinnestaumel. Für viele angehende Filmemacher bot das Genre eine Möglichkeit, den Umgang mit dem Medium zu üben. Manch einem gelang der Weg nach Hollywood, andere blieben blutend am Wegesrand zurück.
Filmjournalist Christian Keßler widmet sich in „Die läufige Leinwand“ dem übel beleumundeten Genre des pornographischen Kinos, dem amerikanischen Pornokino der siebziger Jahre. Auf dieser Odyssee begegnet er vielen lohnenden, aber auch vielen eigentümlichen Vertretern dieser Gattung, die nicht nur Zeugnis ablegen von der Zeit, in der sie entstanden, sondern auch von den oftmals abenteuerlichen Produktionsumständen solcher Filme. Um einen anschaulichen Eindruck von dieser vergangenen Periode der kommerziellen Filmarbeit zu vermitteln, hat sich der Autor mit Produzenten, Regisseuren und Darstellern jener Tage unterhalten. Zahlreiche Produktionen werden einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Dabei wird deutlich, wie sehr gerade dieser Sektor des Filmschaffens mit den Normvorstellungen seiner Zeit verwoben war. Kommerzielles Kalkül und Freude am kreativen Abweichlertum waren verantwortlich für viel Ramsch, aber auch für viele Beispiele von Guerilla-Filmemacherei, wie sie heutzutage nicht mehr vorstellbar ist.
Über den Autor:
Christian Keßler, Jahrgang 1968, studierte Germanistik und Amerikanistik in Göttingen und Oldenburg. Seit über 15 Jahren ist er fi lmjournalistisch für das Berliner Magazin „Splatting Image“ tätig. Zudem verfaßte er zahlreiche Artikel und Interviews für andere Publikationen. Er war Mitautor des englischsprachigen Buches „Obsession – The Films Of Jess Franco“ (Berlin 1993) und verfaßte im Alleingang „Das wilde Auge“ (Meitingen 1997) und „Willkommen in der Hölle“ (Hebertshausen 2002), die von italienischen fantastischen Filmen bzw. dem italienischen Western handelten. Er arbeitet als freier Autor in Gelsenkirchen und tritt einmal monatlich im „Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ vor ein cineastisch interessiertes Publikum. Er erhofft sich von „Die läufige Leinwand“ Ruhm, Reichtum und Schönheit.
Christian Keßler
Die läufige Leinwand
Der amerikanische Hardcorefilm von 1970 bis 1985
Vorwort von Bela B. Felsenheimer
280 Seiten, gebunden, farbige Abbildungen
ISBN 978-3-927795-56-3, 29.80 Euro
Website des Autors:
http://www.christiankessler.de/
Website des Verlags:
http://www.martin-schmitz-verlag.de/
Blog zum Buch:
http://cjamangoblue.blogger.de/