Die Gefährten aus Ägypten rufen zur internationale Solidarität für nächsten Samstag auf:
http://newsempoerenvernetzenveraendern.wordpress.com/2011/11/03/agyptische-revolutionare-bitten-die-welt-sie-mit-einem-internationalen-aktionstag-zu-unterstutzen-das-militar-hat-den-entwurf-einer-verfassung-vorgelegt-die-die-entscheidende-macht-den-generalen-vo/
Frankfurt:
https://www.facebook.com/event.php?eid=258561794196757
Düsseldorf:
https://www.facebook.com/event.php?eid=135065073263883
Achtung dies ist eine unabhängige Bürgerbewegung. Es wird darum gebeten dass Jede(r)l als einzelperson teil nimmt. Es macht nichts wenn du aktives Mitglied einer Partei oder Organisation bist, ABER bitte lass deine Partei/Organisations Fahnen und/oder Partei/Organisations flyer zuhause.
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Am 30. Oktober 2011 wurde in Ägypten der systemkritische Aktivist und Blogger Alaa Abd El Fattah wieder inhaftiert. Alaa spielte schon beim Sturz von Husni Mubarak eine wichtige Rolle und äußerte sich kürzlich sehr kritisch zu den Vorgängen um den 9. Oktober 2011 in Maspero. Dort sind Demonstranten durch Armeefahrzeuge überfahren worden, Tränengas wurde umfangreich abgefeuert, es wurde mit scharfer Munition geschossen. 28 Menschen wurden von der ägyptischen Armee getötet.
Alaa sei jetzt in einer Zelle ohne künstlichem Licht oder Sonnenlicht, sagte seine Schwester Mona Saif.
Doch Alaa ist nur einer von vielen Ägyptern, die unter unmenschlichen Bedingungen in ägyptischen Militärgefängnissen eingesperrt sind. Nur um ihn soll es uns also nicht gehen. Es soll um die himmelsschreiende Ungerechtigkeit gehen, die in Ägypten herrscht; in Ägypten, wo sich Diktatoren vor Zivilgerichten, und junge, widerständige Aktivisten vor einem Militärgericht zu verantworten haben.
Mitte letzter Woche erreichte uns ein anonymer Brief. In diesem Brief schildern die Gefährten aus Nordafrika ihren Kampf um freie Meinungsäußerung, öffentliche Räume und politische Teilhabe. Gleichsam schildern die Ägypter die Repressalien seitens des Regimes und man sendet Solidaritätsgrüße an alle Demonstranten in den USA und Europa.
Der Brief widerlegt die fehlerhafte Darstellung der deutschen Konzernpresse, dem Ägyptischen Volk sei es einzig um den Sturz Mubaraks gegangen. Die Strategie hinter dieser Darstellung ist wahrscheinlich recht banal: „Es gibt keine Revolution, bitte gehen Sie weiter. Es gab nur einen arabischen Frühling und wie wir alle sehen, endete dieser in einer Militärdiktatur. Es ist also besser alles so zu lassen wie es ist…!“
Wir wehren uns gegen diese Darstellung. Der Kampf der Ägypter um Freiheit und Selbstbestimmung ist noch Lange nicht vorbei.
Die Revolution in Ägypten steht für Brot, Freiheit und soziale Gerechtigkeit, und keine dieser drei Forderungen wurde bis jetzt realisiert. Da wir u.a. den Ägyptern diese große Protestwelle verdanken, stehen wir ihnen auch hier in Deutschland zur Seite wenn es darum geht, die Revolution wieder zu beleben und grundlegende Veränderung zu erreichen, denn wir teilen den Willen, die Interessen, die Überzeugungen, so wie die meisten Menschen auf dieser Welt es tun.
Die deutsche Bundesregierung hat Mubaraks Diktatur mit Geld und Waffen unterstützt. Als die Massendemonstrationen in den arabischen Ländern begannen, beschränkte man sich hier über den erfolgreichen Aufstände für Demokratie zu berichten. Aber die Toten in Tunesien und Ägypten sind erst mit deutscher und US-Unterstützung möglich gewesen. Die ägyptische Revolutionäre sind und waren schon immer weit davon entfernt, eine westliche "Demokatie" erreichen zu wollen. Sie fordern wie wir echte Demokratie.
Wir missbilligen jegliche Unterstützung der dortigen Militärdiktatur seitens unserer Regierung.
Wir werden uns auch hier in Deutschland immer mehr dessen bewusst, dass der Kampf der Ägypter auch der unsrige ist und wir wissen: Ungerechtigkeit irgendwo ist eine Bedrohung für die Gerechtigkeit überall.
Da wir uns hier für echte Demokratie einsetzen, stehen wir den Ägyptern zur Seite und fordern mit ihnen, dass Zivilisten nicht vor ein Militärgericht gestellt werden. Grundsätzlich muss für Zivilisten eine unabhängige zivile Gerichtsbarkeit zuständig sein.
Wir stehen also weiterhin in Solidarität und Sympathie zu ihnen, zu Alaa und 12.000 Ägyptern, welche dort vor Militärgerichte gestellt werden sollen und wir fordern ihre Freilassung am Samstag den 12. November 2011.
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Der obere Text wurde aus einem Pad (
http://titanpad.com/zQPE8UBznN) entnommen. Der Text wurde mithilfe von verschiedenen anonymen Leuten zusammengeschrieben, welchen jeder jederzeit erweitern, verändern und verbessern kann und soll. Teile vom Text sind aus diesem Kommentar
http://the-babyshambler.com/2011/11/01/freealaa-ein-brief-aus-agypten/ entnommen worden, wo auch eine Übersetzung des Solidaritätsbriefes der Ägypter zu Occupy Wallstreet veröffentlicht wurde.
WICHTIG: Wenn das Solidaritätsschreiben bis zum 12. fertig wird, könnte man es vor der ägyptischen Botschaft vortragen – in so vielen Städten wie möglich.